Literarische Urlaubsplanung für Trottel

street

Selbst Graffitigeister lachen mich aus.

Mein Urlaub wirft seine Schatten voraus, und ja, ich habe Sartre auf Französisch eingepackt. Das Buch, um das ich mich schon seit etwa sieben Jahren und nun noch vehementer seit Jahresanfang drücke. Es hilft ja nichts.

Aber weil ich ja nicht nur Sartre lesen will, habe ich auch noch zwei Kitschromane auf den Kindle geladen. Eigentlich wollte ich was von Meg Cabot, aber dann verwechselte ich sie mit Susan Elizabeth Phillips. Von ihr lud ich zwei Romane, und es stellten sich zwei erstaunliche Effekte ein: Erstens, die beiden erzählen exakt dieselbe Geschichte (Mauerblümchen verliebt sich in Footballstar und erweicht sein Herz), lediglich ein paar Eckdaten sind ausgetauscht, und HUI, die Bücher strotzen so vor Sexszenen, dass es mir im Zug etwas peinlich war. Zweitens, ihr ahnt es: Ich habe beide bereits ausgelesen. Es war ein bisschen wie bei einem Verkehrsunfall, ich konnte nicht wegsehen. Und meine Trash-Seele ist etwas ausgetrocknet, das wird auch noch andauern, bis „Bauer sucht Frau“ wieder anläuft.

Jedenfalls hält mich jetzt nicht mehr viel von Sartre ab. Wer seine Urlaubslektüre so schlau plant wie ich, hat es ja auch irgendwie verdient, am Ende einen rechteckigen weißen Fleck auf dem Bauch zu haben. An der Stelle, wo das Wörterbuch jeden Tag liegt.

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2 Kommentare

  1. Andrea Bähr

    Dann hat also das französische Elite-Mädcheninternat am Fuße des Mont Blanc zumindest teilweise Früchte getragen…

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