Lieblingstweets im Feburar

Steppende Bären, Fleischwurst und Eierlikör – alles dabei!

Lieblingstweets im Januar

Ja, das sind viele. Was soll ich sagen: Meine Timeline ist in Höchstform!

Ein Wort zu Köln

Eigentlich wollte ich zu Köln gar nichts schreiben. Hat super geklappt, wie man sieht, jedenfalls habe ich mich am Ende mit mir selbst darauf geeinigt, den Großteil der Flüche wegzulassen. Denn nach Fluchen ist mir seit Tagen, vor allem, seit Henriette Reker ihre Verhaltenstipps für Frauen abgegeben hat, ihr wisst schon: eine Armlänge. Es geht mir aber gar nicht darum, dass Frauen auf diese Weise ein Teil der Verantwortung zugeschoben wird. Das wurde bereits zu Recht ausgiebig kritisiert.

Mich ärgert viel mehr, dass ich wie wahrscheinlich alle Frauen diese Scheißtipps doch schon mein ganzes Leben lang beherzige, ohne dass man sie mir auf einer Pressekonferenz um die Ohren hauen muss! Eine Armlänge, echt jetzt? Was denkt ihr eigentlich? Dass wir dummen Chicks uns nachts auf der Straße besoffen mit Fremden verbrüdern?

Niemand muss uns beibringen, nicht alleine durch dunkle Parks zu gehen. Dass die Unterführung keine gute Idee ist und die Schritte auf der Straße hinter uns womöglich Beachtung verdienen. Das sind Dinge, die Frauen einfach von selbst kapieren. 

Wir wissen, dass wir in körperlichen Auseinandersetzungen mit Männern den Kürzeren ziehen. Wir wissen, dass wir darauf angewiesen sind, dass die Männer, denen wir begegnen, das nicht ausnutzen. Wir wissen, dass es einen gesellschaftlichen Konsens gibt, es nicht auszunutzen, aber wir wissen auch, dass dieser Konsens in bestimmten Situationen leicht Risse bekommen kann.

Kürzlich erzählte mir eine Freundin von einem Stromausfall an einem Provinzbahnhof. Alles war dunkel. Sie ging in den einzigen Laden, dort arbeiteten zwei Frauen, man stand ohne Strom im Dunkeln herum, und dann kam eine Gruppe Männer herein. Alles harmlos. Aber in ihrem Kopf lief trotzdem sofort ein Worst-Case-Szenario ab.

Das ist nicht paranoid. Das ist die schlichte Erkenntnis, alleine aufgrund geringerer körperlicher Kraft dem Wohlwollen anderer ausgeliefert zu sein. Kommt mir jetzt bloß nicht mit „mach halt Kraftsport“ – so viel Kraftsport kann ich gar nicht machen, um auf ein durchschnittlich männliches Niveau zu kommen. Ich habe einen älteren Bruder; ich kenne meine Möglichkeiten in körperlichen Auseinandersetzungen.

Rekers Tipps sind gut. Ehrlich. Sie sind so gut, dass wir sie eh schon längst befolgen. Aber schön, dass auch diese Gelegenheit nicht ausgelassen wurde, Frauen wie kleine Kinder zu behandeln, die immer wieder auf heiße Herdplatten fassen.

Lieblingstweets im Dezember

An meine kleine Schwester

~ Dieser Text richtet sich an Frauen. Liebe Männer, wenn ihr ihn schon lest, vergesst ihn danach bitte einfach wieder. ~

Vor zwei Jahren hat mir das Schicksal die beste Schwester geschenkt, die ich mir jemals hätte wünschen können. Du bist jetzt einundzwanzig, und obwohl wir nicht blutsverwandt sind, sehe ich mich immer wieder in dir. Das ist meistens einfach nur großartig. Aber neulich, da war es doch seltsam.

Du brauchtest Passfotos, und wir waren gemeinsam beim Fotografen. Seitdem weiß ich, dass meine perfekte kleine Schwester der Ansicht ist, sie hätte Hamsterbacken. Das ist so unglaublich lächerlich. Du siehst toll aus, wie Ava Gardner, bist aber natürlich viel zu jung, um Filmschauspielerinnen aus den Fünfzigern zu kennen.

cathErst habe ich über den Quatsch mit deinen Hamsterbacken gelacht. Aber dann habe ich mich schon wieder in dir gesehen und mich daran erinnert, welche Komplexe ich in deinem Alter hatte. Im Nachhinein glaube ich, zwischen zwanzig und etwa siebenundzwanzig Jahren wurde ich nur von Komplexen zusammengehalten. Es waren nicht sehr viele auf einmal, sondern immer ein paar, bis meine Aufmerksamkeit weiter wanderte zu einem anderen suboptimalen Punkt.

Die Stellen an meinem Körper aufzuzählen, die ich nie hässlich fand, würde ganz schnell gehen. Aber ich weiß, dass das ziemlich abstrakt und etwas feige wäre. Also verrate ich, was ich heute völlig in Ordnung finde, aber damals hasste. So wie du und viele Frauen in deinem Alter das hasst, was ihr für eure Hamsterbacken und Wurstfinger haltet – wobei ihr hoffentlich früher als ich erkennt, dass das alles Blödsinn ist. Ich fange ganz unten an.

Meine Zehen sind knubbelig. Meine Waden sind zu dick, und das sehe ich auch noch offiziell bestätigt, weil es schwierig ist, passende Stiefel zu finden. Meine Knie sehen aus wie Dampfnudeln. Meine Oberschenkel sind monströs. Meine Brüste sind asymmetrisch (ja, Herrschaften, ich hab das gerade ins Internet geschrieben, da müssen wir jetzt alle durch! Ich hab noch nie welche gesehen, die exakt gleich waren, also tun wir nicht so, als wäre das eine besonders peinliche Behinderung). Meine Schultern sind zu breit. Meine Unterarme sind zu behaart. Meine Handgelenke sind absurd schmal. Meine Ohren sind zu lang. Meine Haut ist zu bleich. Meine Haare sind zu fein. Meine Brauen sind zu gerade. Ich habe eigentlich immer bläuliche Augenringe, sogar schon auf meinem Einschulungsfoto. Meine Nase ist zu spitz. Meine Zähne sind nicht weiß genug. Meine Stirn ist zu hoch. Ich habe Schlupflider. Schlupflider, das ist so ein wahnsinnig fieses Wort. Wie kann man sich noch selbst lieben, wenn man der Ansicht ist, etwas im Gesicht zu haben, das so heißt?

Manches davon stimmt einfach nicht, obwohl ich früher fest davon überzeugt war. Manches stimmt, ist mir aber heute so dermaßen egal. Manches mochte ich dann doch irgendwann, weil jemand es schön fand. Auf andere Komplexe bin ich dagegen erst gekommen, weil sie mir jemand eingeredet hat. Irgendwas war immer gerade hässlich an mir. Wenn ich dicker war, fand ich mich angezogen elefantös. Wenn ich dünner war, fand ich mich ausgezogen mitleiderregend.

Ich wüsste selbst gern, warum das aufgehört hat – damit ich dafür sorgen kann, dass du es schneller auf diese friedliche Insel schaffst. Aber ich habe keine Ahnung. Es hat einfach irgendwann aufgehört, glücklicherweise rechtzeitig zu den ersten Stirnfalten, und bis du mich neulich unabsichtlich daran erinnert hast, hatte ich es nicht mal bemerkt. Jetzt bin ich unendlich dankbar dafür. Vertrau mir einfach, bald wirst du es hoffentlich wissen: Du hast keine Hamsterbacken. Du bist bildschön.

#12von12 im Dezember

Wer das Format noch nicht kennt, bekommt es hier erklärt – die tl;dr-Variante lautet: zwölf Bilder vom zwölften des Monats. Warum? Darum.

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Mein Tag beginnt mitten in der Nacht –  da komme ich nämlich von einer wunderbaren Weihnachtsfeier zurück, bei der ich einige Geschenke ersteigert habe. Das erste verpacke ich zu Hause sofort. Der Rest ist darunter versteckt.

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Einer dieser Ugg-Boot-Tage. Es regnet und ist überhaupt ziemlich eklig. Leider wird es später auch ziemlich warm, ich hab es also wohl doch übertrieben. (Ja, die sind irre hässlich. Weiß ich doch. ABER SO WARM! Die einzige Möglichkeit, irgendwie im Bett zu bleiben und gleichzeitig zum Samstagsdienst zu gehen.)

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In der Redaktion. Ich finde den Eingang und diese Wendeltreppe ja wirklich sehr schön, auch wenn die meisten Kollegen den sanften Retro-Charme nicht recht zu schätzen wissen.

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Was ich allmählich auch mal verstanden haben sollte: Wenn etwas einfach so in der Redaktion rumsteht, dann wahrscheinlich, weil es nicht so gut schmeckt. Dieses Zeug ist das beste Beispiel dafür. Als würde man ein Duftpotpourri als Tee aufgießen, ziehen lassen, stark süßen und dann kühlen.

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Beim Mittagessen mit einem der absoluten Lieblingskollegen ist dann aber alles wieder gut. Wenn doch Sonnenuntergänge eine so romantische Stimmung bei mir auslösen würden wie Pommes!

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Kleiner Abstecher in unsere hausinterne Mini-Gedenkstätte der Druckerkunst. Interessanterweise liegt die jetzt direkt zwischen Newsroom und Konferenzraum der Onliner und wirkt damit noch antiquierter.

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Trotzdem: große Kunst. Und immer noch faszinierend, dass eine Zeitungsseite aus so vielen Einzelteilen zusammengesetzt wurde.

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Nach der Arbeit: „Kevin allein zu Haus“ gucken mit dem Goldkind. Meine Güte, hatte Macaulay Culkin eine nervige Synchronstimme. Ich kann gar nicht fassen, dass mir das früher nicht aufgefallen ist.

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Ab nach Hause. Man kann wirklich nicht behaupten, meine Nachbarschaft übertreibe es mit der Weihnachtsdekoration. Ich finde das ein bisschen schade. Will zwar selbst kein blinkendes Rentier auf dem Balkon, aber so ein bisschen mehr Lametta dürfte meinetwegen schon sein.

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Das hab ich übrigens für mich selbst ersteigert bei der Weihnachtsfeier: Bleistifte. Und eine Kerze. Been an awful good girl, Santa Baby.

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Dieses Album habe ich nach dem Umzug wiederentdeckt, und es ist ziemlich faszinierend, weil es recht kontinuierlich vom Anfang bis Ende abfällt. Den Tiefpunkt markiert diese grauenvolle Version von „I Just Called to Say I Love You“, bei der ich eigentlich jede Sekunde damit rechne, dass Kenny G gleich mit seinem Saxophon einsteigt. Aber „Stitched Up“ mit John Mayer mag ich sehr. Dabei die restlichen Geschenke verpackt.

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Jetzt fehlen nur noch die zwei, die per Post kommen. Halleluja.

 

Lieblingstweets im November

In meinem Königreich gibt’s vielleicht keine Visionen. Aber hey: Kuchen!

#12von12 im November

Zwei Monate in Folge! Jetzt hat das also fast schon Tradition auf diesem Blog. Wer das Format noch nicht kennt, bekommt es hier erklärt – die tl;dr-Variante lautet: zwölf Bilder vom zwölften des Monats. Warum? Darum.

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Guten Morgen. Ich glotze den Wasserkocher an. Er glotzt zurück und zieht eine Schnute.

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Ich verabscheue Kaffee, bin aber immer ein bisschen neidisch auf all die fancy Varianten. Deshalb gibt es in meinem Leben jetzt einen Milchschäumer und sehr, sehr viel Chai Latte. Mit Dinkelmilch, übrigens. Die ist so unglaublich süß, da braucht man echt keinen Zucker mehr. (Und das klingt alles, als wäre ich eine pensionierte Handarbeitslehrerin, ja. Ich weiß.)

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Mit Musik ins Bad. Ich habe einen schlimmen, seit Monaten immer wiederkehrenden Ohrwurm von „Guantanamera“, aber in der Zucchero-Version. Das ist der reine Schwachsinn, denn das Lied ist nun mal eigentlich auf Spanisch, und ich höre nun immer einem Italiener dabei zu, wie er versucht, „Sono un ragazzo sincero“ in die Zeile zu pressen, die beim besten Willen nur für „Yo soy un hombre sincero“ ausreicht.

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Mit dem Manuskript aufs Sofa. Die Hälfte meines Jahresurlaubs geht gerade dafür drauf, den nächsten Roman fertig zu schreiben. Auch ein paar Wochenenden werden dran glauben müssen. Aber immerhin hab ich es bequem dabei. Keine Ahnung, warum manche Leute gerne am Schreibtisch arbeiten. Ein Sofa ist unter allen Umständen vorzuziehen.

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Die letzte Kiste ist ausgepackt. Die erste, die ich gepackt hatte, welch tiefe Symbolik. Eigentlich waren nur noch ein Sektkühler und ein Schokobrunnen drin. Selbst mit ausgesprochen sanguinischem Temperament kommt beides nicht allzu oft zum Einsatz. Also ab in den Keller damit.

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Yep, ich dübel immer noch. Aber bald hängt alles. Zwei wichtige Dinge weiß ich übers Bohren, erstens: Auch eine Bohrmaschine saugt hinten Haare an, wie ein Fön. Niemals mit offenen Haaren anfangen. Zweitens: Wenn niemand da ist, der einen Staubsauger halten könnte, spart das Patent mit dem Briefumschlag das Saubermachen. Die Altbauwand rieselte mir denn auch gleich entgegen, als sei sie richtig erfreut, mich zu sehen.

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Hängt. Wahrscheinlich ist das Bild unscharf, weil ich dringend los musste und dazwischen noch der Paketbote klingelte. Dazu später mehr.

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Die Ruhe nach der Bürofeier. Ja, ich bin extra dafür in die Redaktion gekommen. Bücher schreiben ist schön, aber verdammt einsam.

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Später Einkauf. Es gibt nichts, was nicht in diesen Fahrradkorb passt. Außer ein Elefantenbaby vielleicht, aber das würde ich sowieso in den Armen tragen.

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Kein Elefantenbaby, aber immerhin: Kaninchen! Frankfurt ist voll von ihnen, sie hoppeln auf meinem Heimweg immer vor mir weg. Die Liebe scheint also leider einseitig zu sein. Katzenbesitzer kennen das. Aber dieses war recht zutraulich und ließ mich nahe herankommen.

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Schockierenderweise habe ich in der neuen Wohnung noch kein einziges Mal richtig gekocht. Es hat eben auch ewig gedauert, bis die Küche fertig war. Jetzt ist es so weit, eingekauft ist ja auch, aber heute Abend koche ich sicher keine ägyptische Linsensuppe mehr. Das muss bis morgen warten.

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Das „Paket“ vom Nachmittag. Mit genauer Anweisung, wo man schneiden soll. Macht das irgendjemand? Ich reiß das immer irgendwie auf. Drin waren übrigens mehrere schwarze Thermo-Strumpfhosen. Aufregend, nicht? Das G in Julia steht für Glamour.

Lieblingstweets im Oktober

Bass. Bass. Wir brauchen Bass. Und heißen Käse.

#45 – Nora Roberts: „Töchter des Windes“

Provenienz: vom Verlag zugeschickt bekommen

Ungelesen seit: fünf Monaten

Zufällig veröffentliche ich beim selben Verlag wie Nora Roberts, wo man um meine kleine Schwäche für sie weiß und mir deshalb ein Paket mit einer kleinen Auswahl ihres gewaltigen Œuvres gepackt hat. Falls ihr euch schon ewig fragt, wer den Scheiß eigentlich liest: ich. Ich les den Scheiß. Dafür brauche ich aber immer gute Gründe. Eine schwere Erkältung etwa bringt mich auf genau das richtige intellektuelle Level. Diesmal war es die Einrichtung und Renovierung meiner neuen Wohnung, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Derzeit komme ich abends von der Redaktion nach Hause, zieh das Röckchen aus, die Handwerkerhose an und die Werkzeugkiste hinter mir her.

wpid-wp-1445960490056.jpegNach zehn Tagen dieser Art war ich mit dem Verkäufer in meinem liebsten Baufachhandel per Du und befürchtete, mir könne ein Penis wachsen. Sicher gibt es auch Frauen, die sich total in ihrer Weiblichkeit angekommen fühlen, wenn sie mit Bohrmaschine und Phasenprüfer auf einer Leiter stehen oder sich mit der Stichsäge unter die Spüle legen. Ich gehöre nicht dazu. Ich fühle mich dabei eher wie ein Kerl mit Brüsten, und wie wir alle wissen, ist das nicht die attraktivste Sorte. Deshalb brauchte ich ein Gegengewicht. Irgendwas klischeehaft Kitschiges. Voilà.

Die Geschichte, tja. Kennste eine, kennste alle: Brianna führt eine Pension in Irland und ist eine rechtschaffene Unschuld vom Lande, wobei Unschuld auch noch ganz wörtlich zu verstehen ist. Dann mietet sich Grayson für einige Monate bei ihr ein, ein Amerikaner, der in der Abgeschiedenheit einen seiner blutrünstigen Thriller schreiben will. Er hat natürlich eine düstere Vergangenheit, Heimkind, Straßenjunge, Kleinkrimineller, ist jetzt aber vollkommen geläutert und noch dazu scheißreich, was der braven Brianna selbstverständlich überhaupt nichts bedeutet. Man kommt sich näher, sie heilt seine kaputte Seele mit der Kraft ihrer Liebe. Bin ich die einzige, die sich an „Fifty Shades of Grey“ erinnert fühlt? Es hat was davon, war aber erstens lange vorher da und ergeht sich zweitens eher in Kerzenschein-und-Flanellnachthemd-Erotik. Keine Peitschen, nirgends.

Was genau daran mich dazu treibt, bis zum Ende zu lesen? Ehrlich, ich hab keine Ahnung. Man weiß von Anfang an, wie es ausgeht, selbst die zweite große Krise ist völlig vorhersehbar. Das ist bei Genre-Romanen ja oft so, aber bei Nora Roberts hat man schon gelegentlich den Eindruck, sie tauscht von Buch zu Buch nur die Namen, den Schauplatz und die Berufe ihrer Figuren aus. Übrigens ist dies Teil zwei einer Trilogie, also nehme ich das mit dem Schauplatz zurück, denn es spielt alles in diesem Umfeld. Das soll überhaupt nicht despektierlich klingen. Wenn man sein Gehirn mal so richtig ausknipsen will, ist das perfekt. Als Kind hab ich immer wieder dieselbe Kasperleplatte gehört, wenn ich krank war, heute sind es eben leicht variierte Kitschromane. (Ja, da steht Platte. SCHALLPLATTE. So alt bin ich.)

Was jetzt? Ich verstecke es irgendwo im Bücherregal und deklariere es als Recherche.

Nora Roberts: „Töchter des Windes“. Roman. Aus dem Amerikanischen von Uta Hege. Blanvalet Verlag, München 2014 (drölfzigste Auflage). 477 Seiten, Taschenbuch, 9.99 Euro.